Verhütung mit Fernbedienung – was kann da schon schief gehen?

Immer wieder haben Leute gute Ideen zum Thema Verhütung.

Problem:

  • Verhütung muss zuverlässig sein
  • Verhütung sollte nicht an der Vergesslichkeit scheitern
  • Verhütung soll immer dann verhüten, wenn man keine Kinder will. Und nicht verhüten, wenn man eben doch Kinder will.

Die Lösung laut der Amerikanischen Firma MicroCHIPS: ein unter die Haut implanierbarer Chip. Dieser kann genügend des betreffenden Verhütungshormons abgeben, um für 16 Jahre zu wirken. Ohne, dass was vergessen werden könnte. Super. Aber was, wenn Frau dann doch Kinder will? Dann schaltet sie die Verhütung einfach per Fernbedienung ab! Auch die Dosis kann von Ärzten angepasst werden, ohne den Chip zu entfernen.

Klingt gut, auch wenn es bisher nur ein Prototyp ist, um entsprechend unter anderem von den amerikanischen Behörden geprüft und zugelassen zu werden. Die Mängel, die dabei festgestellt wurden zeigen bereits, wo die Risiken liegen: derzeit ist die Kommunikation zwischen Fernbedienung und Chip unverschlüsselt. Toll, oder? Wenn das so zugelassen worden wäre, wäre es hübsch einfach gewesen, die Kommandos abzufangen, zu kopieren und dann eigene Fernbedienungen zu erstellen. Damit könnte man dann rumgehen und sagen „Du wirst demnächst schwanger“, „Du nicht, solltest Dich besser nicht fortpflanzen“, „Dein eingestellter Hormonpegel sieht aber verdächtig niedrig aus, lass das mal korrigieren“, …

Sicher, die FDA hat jetzt entsprechend Korrektur gefordert. Nur: wie fixt man künftige Sicherheitslücken bei implantierten Chips? Ebenfalls per „Fernbedienung“?

Das wird noch spannend, nicht nur im Bereich der Verhütung…

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