#Diesel aus #CO2, Wasser und #Sonnenlicht

Ein wesentliches Problem von Elektroautos ist ja derzeit die deutlich schlechtere Reichweite im Vergleich zu Verbrennungsmotoren. Je nach Fahrzeug sind durchaus mal 1.000 km ohne tanken machbar, bei Elektroautos liegt die Reichweite eher bei 150 bis 200km – und das ist schon gut!

Darüber hinaus sind Elektrofahrzeuge langsam beim „tanken“, was bei Verbrennern nur ein paar Minuten dauert geht bei Stromern selten unter einer halben Stunde. Umgekehrt sind Stromer auch nur so umweltfreundlich, wie die Art der Stromerzeugung.

Einen möglichen Lösungsweg – zumindest, bis sich die Batterietechnik weiterentwickelt hat, es gibt da ja spannende neue Projekte – hat Audi in einer Pressemitteilung veröffentlicht. In einer Anlage, die mit grüner Energie betrieben wird, wird der Verbrennungsvorgang quasi umgekehrt und aus CO2 und Wasser wieder eine Art Rohöl erstellt. Das wird dann wie normales Rohöl raffiniert – unter anderem zu Diesel.
Spannend an diesem Ansatz sind mehrere Dinge:

  • Ein Teil des Kohlendioxids wird aus der Luft genommen, reduziert also aktiv den Treibhausgasgehalt in der Luft (der Rest stammt aus einer Biogasanlage).
  • Rohöl wird im Rahmen der Raffination in verschiedene Fraktionen aufgespalten, die unter anderem auch als Ausgangsstoffe für Kunststoffe und Medikamente verwendet werden. Sicher sind in auf diese Weise erzeugtem „Rohöl“ nicht alle diese Stoffe zu finden, aber neben Kraftstoffen lassen sich mit diesem Verfahren sicher auch andere Stoffe gewinnen.
  • Der gewonnene Kraftstoff ist CO2-neutral (die freiwerdende Menge entspricht der vorher aufgewendeten), gleichzeitig funktioniert er wie „normaler“ Kraftstoff, damit lassen sich also nicht nur Neuwagen sondern auch Altfahrzeuge umweltfreundlich betreiben.

Bisher sind es ja nur 5L. Aber der Ansatz ist vielversprechend und hat im Gesamtantriebsmix sicher einen Platz.

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