#WhatsApp und #Terroristen

Erst mal die gute Nachricht:

In Belgien hat kein Terroranschlag stattgefunden. Warum? Na, weil die belgische Polizei die Verdächtigen schnell genug verhaftet hat:

Belgium arrests in anti-terror raids targeting Chechens

(aus dem dazugehörigen BBC-Artikel)

Wobei, vielleicht hat der Terroranschlag auch deshalb nicht stattgefunden, weil er (noch) gar nicht (fertig) geplant war. So schlimm kann es nicht gewesen sein, denn wie auf Heise zu lesen ist:

Bei 21 Razzien nahm die Polizei insgesamt 16 Verdächtige fest; die meisten sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Und wenn ein relevanter Terrorverdacht besteht, wird man so leicht nicht wieder auf freien Fuß gesetzt, das ist immerhin eine schwere Straftat. OK, nicht immer ist alles eindeutig und nicht jeder Verdacht erhärtet sich. Wie kamen die Belgier denn überhaupt auf die Verdächtigen?

Die Verdächtigen haben über den Messenger-Dienst WhatsApp kommuniziert.

(ebenfalls aus dem Artikel bei heise.de).

Naja, und dann haben die Amis (vermutlich das FBI) die Kommunikation mitgeschnitten, den Verdacht an die Belgier weitergeleitet. Und auch bei der Identifikation der Verdächtigen geholfen. Das wiederum wirft bei mir eine Frage auf: Wenn vorher nicht bekannt war, wer die Verdächtigen sind, wie konnte die belgische Polizei dann Amtshilfe in Amerika erbitten? Oder lautete die Bitte „sucht mal alle Verdächtigen Chats in Belgien und dann sehen wir weiter“?

Aber, es gibt eine einfache Lehre, die sich aus diesen Ereignissen ziehen lässt:

WhatsApp ist nicht sicher, und wenn die Amis Euch verdächtig finden, werdet Ihr in Eurem Heimatland verhaftet.

Also: sichere Kommunikationsmethoden verwenden, egal, ob Ihr glaubt etwas verbergen zu haben oder nicht! Denn am Ende ist es nicht wichtig, was Ihr tatsächlich zu verbergen habt, sondern was irgendein Analyst aus Eurer nicht gesicherten Kommunikation herausliest!

Und wer sich nicht sicher ist, welche Messanger denn sicher sind, die EFF hat eine gute Übersicht dazu.

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